Ruth Lasters schreibt Romane, Lyrik und Meinungsbeiträge. Ihr Gedichtband Lichtmeters wurde für den VSB-Poesiepreis nominiert und mit dem Herman-de-Coninck-Preis ausgezeichnet. Ihr jüngster Band Tijgerbrood (2023) erschien beim Verlag Van Oorschot und ist Teil der ins Französische übersetzten Sammelausgabe Désirs à l’essai (Übersetzer: Daniel Cunin), die im März 2026 bei Éditions Corlevour veröffentlicht wurde. Zuvor erschien ihre Lyrik auch auf Deutsch (Übersetzer: Stefan Wieczorek) und Spanisch (Übersetzerin: Micaela van Muylem), neben Veröffentlichungen in englischen und russischen Zeitschriften. Neben dem Schreiben engagiert sie sich gemeinsam mit vielen anderen gegen den Elitismus in unserem heutigen Bildungssystem, was in ihrem letzten Roman VIN (Polis, 2020) zum Ausdruck kommt. Im Jahr 2023 brachte ihr ihre nonkonformistische Haltung den Arkprijs van het Vrije Woord ein. Seit sie einen bekannten Schriftsteller im Fernsehen sagen hörte, dass sich der denkende Mensch nur in Richtung Misanthropie entwickeln könne – eine These, mit der sie absolut nicht einverstanden ist – bezeichnet sie sich selbst als „Philantropin auf Distanz“. Sie ist süchtig nach dem absoluten Schaffensrausch – eine Sucht, die nur noch stärker wird und sie zu einer glücklichen, dankbaren Bürgerin macht. Als Dichter von Belgien möchte sie vor allem die Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Sprachgemeinschaften hervorheben und das aussprechen, was zu typisch belgischen Fragen manchmal gesagt werden muss – stets mit einem Augenzwinkern.